Natascha Adamowsky
Freitag, 9. Dezember, 16.45 Uhr
Radikale Überwachungstechnologien haben mittlerweile einen festen Platz im öffentlichen Raum. Welche Konsequenzen hat dies für unsere Wahrnehmung bzw. die Art und Weise, wie wir uns im öffentlichen Raum bewegen? Schon lange thematisieren die Künste die modernen Überwachungssysteme als Kontrolldispositive, die weniger einem Sicherheitsversprechen verpflichtet sind, als einer Repräsentationsökonomie normativer Vorstellungen. Der geplante Beitrag interessiert sich insbesondere für jene Beispiele, in denen die Möglichkeiten neuer Strategien und Taktiken in einem Alltag permanenter Überwachung ausgelotet werden. Die Aufmerksamkeit gilt dabei vor allem jenen künstlerisch-ästhetischen Annäherungen, die die Frage der Visibilität von Überwachung bzw. des Überwachten verhandeln.