Stephan Packard
Donnerstag, 8. Dezember, 16.15 Uhr
Diskurse medialer Kontrolle verwalten und applizieren eigenes Wissen, eigene Begriffe, Aussagemodalitäten, Gegenstandskonstitutionen und Strategien. Eine Beschreibung moderner Kontrollvorgänge kann sich erfolgreich an den Prinzipien der Positivität von aktiver Kontrolle, der Kontroverse um den Gegenstand in jedem Kontrolldiskurs, sowie der Legitimation als Leitdifferenz dieser Diskurse orientieren. Der Beitrag schlägt zwei heuristische Begriffe zur Analyse von Phänomenen medialer Kontrolle vor, die die Exteriorität der entscheidenden Instanz und die Ubiquität medialer Kontrolle in jeder Kommunikation polarisieren. An Beispielen aus der aktuellen Medienkontrolldebatte in Deutschland soll der epistemische und kritische Mehrwert dieses Modells demonstriert werden.